Ein Start-up im Hotelbereich steht vor sehr großen Aufgaben, die es vor dem Beginn einer erfolgreichen Karriere zu beachten gilt. Neben der Einrichtung, dem Personal und allen weiteren technischen Voraussetzungen ist es vor allem die Finanzierung, die vielen Hoteliers schon nach kurzer Zeit Kopfschmerzen bereitet. Dies muss jedoch nicht sein, denn mit unseren Tipps lassen sich die wichtigsten Hürden leichter bewältigen.

Start-up
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Die Einrichtung – weniger ist manchmal mehr

Waren Hotels in den 80er- und 90er-Jahren noch wahre Hochburgen der Einrichtungsdekadenz, geht der aktuelle Trend eher in Richtung Purismus. Zwar erhalten auch teure 5-Sterne-Häuser mit einem prunkvollen Interieur kontinuierlich stabile Buchungskontingente, doch gibt es eben auch einen Teil der Reisenden, der das Urlaubsbudget lieber für Sehenswürdigkeiten als für das Hotel ausgibt.

Sogenannte Design-Hotels, Low-Cost-Hotels oder Economy-Hotels haben diesen Trend aufgegriffen. Gerade für Start-ups ist es wichtig, die Ausgaben so gering wie möglich zu halten. Das begrenzte Budget sollte in sinnvolle Stilelemente investiert werden. Die eigentliche Leistung sollte in der Anfangszeit eher aus einem herausragenden Service dem Kunden gegenüber bestehen. Steigen die Buchungszahlen an, lässt sich immer noch über eine Erweiterung der Einrichtung nachdenken.

Das Personal: Sparen ist hier ein No-Go

Beim Personal darf auf keinen Fall gespart werden. Gedanken wie: “450-Euro-Kräfte sind billiger und ich bleibe dabei flexibel” sollten gleich wieder in die Kiste der “schlimmsten” Hürden verbannt werden. Das Personal ist die Verbindung zwischen Hotel und Gast. Fühlt der Gast sich nicht wohl, wird er wohl kaum ein zweites Mal buchen, auch dann nicht, wenn das Hotel über einen sehr hohen Einrichtungsstandard verfügt. Andererseits werden spartanisch eingerichtete Häuser sehr gerne weiterempfohlen, wenn das Personal einen sehr guten Job macht.

Die Finanzierung des Startkapitals: Den Markt im Auge behalten

Ist das Darlehen für den Start als erfolgreicher Hotelier bereits aufgenommen, können die Gelder entsprechend verplant werden. Doch was passiert, wenn die Zinsen fallen und es günstigere Angebote gibt als das selbst in Anspruch genommene? Mit einem Umschuldungskredit ist es möglich, alle vorhandenen Verbindlichkeiten in einem neuen Kredit zusammenzufassen und diesen dann zu günstigeren Zinsen mit nur einer monatlichen Rate zu bezahlen. Dies spart nicht nur Geld, sondern entlastet auch den gesamten Verwaltungsapparat, ganz besonders jedoch die Buchhaltung.

Erfolg kommt nicht von selbst

Die ersten Jahres sind bei neuen Hotels immer die schwierigsten. Fehler aus der Anfangszeit lassen sich durch das Hotelmanagement konstruktiv in neue Ideen umwandeln, die den Service Tag für Tag verbessern. Mit der Zeit kommen immer wieder neue Erfahrungen hinzu, die das Hotel Schritt für Schritt attraktiver für Gäste machen werden.